Westküste Türkei

Kusadasi und seine Umgebung

Die Stadt Kusadasi liegt ca. 70 km südlich von Izmir an der türkischen Ägäisküste. In vorchristlicher Zeit war diese fruchtbare Landschaft das altgriechische Ionien mit den antiken Weltstädten Ephesos und Milet. Viele antike Kulturstätten wurden archäologisch untersucht und können heute besichtigt werden. 

Kusadasi
Kusadasi liegt ca. 70 km südlich von Izmir an der türkischen Ägäisküste, gegenüber den griechischen Inseln Samon und Chios. In vorchristlicher Zeit war diese fruchtbare Landschaft das altgriechische Ionien mit den antiken Weltstädten Ephesos und Milet. Erst im 13. Jahrhundert n.Ch erlangte aber diese Ansiedlung an Bedeutung, als die Seehandelsmacht Genua dort einen Stützpunkt errichtete und diesen im 14. JH mit einer Stadtmauer sicherte. Die kleine vorgelagerte Insel Güvercinada (Taubeninsel) ist gekrönt von einer kleinen genuesischen Festung mit einem 8 m hohen Turm, den die Osmanen ab dem 16. JH als Arsenal benutzten. Aus der Bezeichnung Taubeninsel wurde dann Vogelinsel , was ins Türkische übersetzt“ kus adasi“ heißt. Vom Wort Vogelinsel hat unser Verein seinen Namen abgeleitet – und deshalb firmieren wir mit „TierInsel“. Im 19. JH lebten ca. 8000 Menschen in dem Hafenstädtchen. Im Hafen wurde Getreide, Baumwolle und Rosinen aus dem Hinterland verschifft. Ab den 70ern des letzten Jahrhunderts hat sich Kusadasi dem Tourismus zugewandt. Große Schiffe und Jachten legen an und die Feriengäste bevölkern die Strandpromenade und das Stadtzentrum um die Karawanserei. Die Stadt ist jetzt auf 50.000 Einwohner angewachsen. In der Altstadt hat der Tierarzt Dr. Nevzat seine Praxis. Dorthin werden von der „Tierinsel“ fast täglich Straßentiere zur Kastration oder zur Behandlung von Verletzungen gebracht. 

   
 

Davutlar
Südlich von Kusadasi liegt der Ort Davutlar, der durch seine heißen Thermal Quellen bekannt wurde. Der hohe Gehalt an kolloidem Siliziumdioxid weist diese Thermalquelle als besonders wertvoll aus und wird bei Hauterkrankungen eingesetzt und gilt als „Verjüngungsmineral“. In diesem Kurort hat die TierInsel vor einigen Jahren diverse Kastrationstage abgehalten.

Söke
Ein Besuch von Söke ist eine Möglichkeit, den türkischen Alltag zu bestaunen. Der Wochenmarkt am Mittwoch zieht die Menschen auch der Umgebung an, die zum großen Teil vom Baumwollanbau leben. In diesem Provinzstädtchen gibt es ein Tierheim und es ist leicht zu finden. Auf der großen Straße Richtung Bodrum ist links ein großes "Goodyear" Schild, da steht rechts auch ein Schild "DOGHOUSE SÖKE", beim Goodyear fährt man rechts rein, 2. Weg rechts bis zum Ende!!!

Güzelcamli
Ca. 4 km von Davutlar entfernt liegt das kleine Fischerdörfchen Güzelcamli. Von hier fahren Ausflugsboote in Buchten mit glasklarem Wasser und mit etwas Glück kann man Delphine beobachten.

Dilek Nationalpark Güzelcamli
Im Anschluss an Güzelcamli, auf der Halbinsel Dilek wurde 1966 ein Nationalpark mit einer einzigartigen Flora und Fauna eingerichtet. Die Spitze dieser Halbinsel mit dem Samsun Dagi-Gebirge ist nur 1,7 km von der griechischen Insel Samos entfernt. Der Nationalpark bietet vom Aussterben bedrohten Tierarten Schutz. Es gibt Wanderwege, Strände und man kann einen Berg mit 1237 Meter besteigen.

Priene
Platon rühmte schon das philosophische Regime zu Priene, von dem aber keine Gebäudespuren mehr zu finden ist. Das 2. Priene wurde 350 vor Chr. am Bergfuß des Samsun Dagi Gebirges errichtet. Die Anlage der Stadt und die Wohnarchitektur zeugen von hohem Stil. Viele Eroberer bemächtigten sich des Städtchens, bis im 11. JH die Türken übernahmen.

Ephesos
Im 11. JH vor Chr. wanderten ionische Griechen in das Flusstal des Menderes vor und gründeten die erste Siedlung. Bereits im 6. JH vor Chr. in voller Blüte. Die Verschlammung des Hafen durch den Fluss Menderes verlangte eine Ortsverlegung um 560 v, Chr. etwas weiter östlich, heute liegt dieser Ort unter dem Grundwasserspiegel. Dreihundert Jahre Später wurde das 3. Ephesos unter hellenischer Herrschaft erbaut, von dem uns die Ruinen heute erzählen. Zwischen 55 und 58 n.Chr. missionierte der Apostel Paulus in Ephesus. Auch der Apostel Johannes und die Mutter Maria sollen in Ephesos gelebt haben. 
 
 
 
 

Selcuk
Selcuk ist die Nachfolgesiedlung von Ephesos, als diese Stadt aufgegeben werden musste. Unter anderem wurde die Stadt von den Seldschuken belagert, daher der Name. In Selcuk befindet sich das Archäologische Museum, in dem ausgegrabene Kunstwerke aus dem antiken Ephesos ausgestellt werden. In der Nähe von Selcuk ist sumpfiges Gelände durchzogen vom „Kleinen Mäander“. Daher man dort viele Vögel beobachten. Sogar im Stadtgebiet sieht man Störche auf hohen Mauerresten oder aufgelassenen Strommasten.

Siebenschläferhöhle von Ephesos
Zwischen Ephesos und Selcuk liegt eine Höhle, in der die „sieben Schläfer von Ephesos“ 200 Jahre lang geschlafen haben sollen um der Christenverfolgung zu entgehen. An dieser Besichtigungsstätte gibt es eine orientalisch anmutende Imbissstube in der man hervorragende Gosleme (dünne Teigfladen mit allerlei gefüllt) und Ayram bekommen kann.

Haus der Mutter Maria
Nahe von Ephesos kann man auf einer gut ausgebauten Straße auf den Eulenberg fahren um das angebliche Sterbehaus von Maria zu besuchen. An dieser Straße kann man die Nester des „Prozessionsspinner“ beobachten. Diese Raupen befallen die Kiefern, die dann absterben. Der Platz, an dem Marias Haus steht ist meditativ. Ehrfürchtig zünden Menschen aus aller Welt hier kleine Kerzen an und binden an eine Gitterwand ihre innigsten Wünsche und Sehnsüchte – auf dass sie erfüllt werden.

Magnesia
Diese reizvolle archäologische Stätte liegt zwischen Söke und Aydin bei Sultanhisar. Die Überreste eines Apollo Tempels liegen dekorativ und malerisch an einem kleinen Gewässer, in dem Frösche laut quaken und sich Kaulquappen tummeln. Sehr große Eidechsen bevölkern die Mauern und speichern die Kraft der Sonne. Der Aufseher dieser Anlage hat zwei Straßenwelpen adoptiert, die dort ein gutes Leben führen können.

Klaros
War in der Antike ein bedeutender Orakelort des Gottes Apollon, vergleichbar mit Delphi. Auch Alexander der Große befragte das Orakel um sich einen Traum deuten zu lassen. In Klaros sind die Fragmente der überlebensgroßen hellenistischen Kultstatuen und der Orakeltempel besonders sehenswert.

Özdere
Ist ein sich ausbreitendes Feriendörfchen mit einem schönen Sandstrand. Dort gibt es ein gemeindliches Tierheim mit ca. 70 Hunden, das auf einem kleinen Berg am Rande des Ortes liegt. Seit 2009 versorgen Ösden und Ricardo die Hunde liebevoll und die TierInsel unterstützt dieses Tierheim mit der Übernahme von Kastrationen.


Tierschutz-Aktivitäten Tierinsel Umut Evi e.V.