Genau wie die vielen Straßenhunde prägen auch Tausende an Katzen und Katern das Bild, das man als Türkeiurlauber mit nach Hause nimmt.
Katzen werden oft schon mit vier Monaten geschlechtsreif und sie können auch mehrmals im Jahr rollig werden. Nahezu jedes Mal endet das mit der Geburt mehrerer Jungtiere – und bereits kurz danach kann das Muttertier erneut von einem Kater gedeckt werden. Seriöse Hochrechnungen sprechen von bis zu 400.000 Nachkommen, die von einer einzigen Katze und deren Jungen im Laufe von sieben Jahren geboren werden!
Das Elend der Katzenkinder ist allgegenwärtig: Abgemagerte Tiere mit Verletzungen, entzündeten Augen und Schnupfnasen betteln um Futter und Wasser. Häufig findet man seitlich der Straßen tote oder verletzte vierbeinige Unfallopfer. Die Katzen, die es ins „Erwachsenenalter“ schaffen, sind ständig in Bedrängnis; die ausgewachsenen Kater tragen massive Kämpfe um die verfügbaren Weibchen aus und verletzen sich dabei oft schwer. Es ist ein ewiger Kreislauf, der nur durch gezielte Kastration durchbrochen werden kann! Hier setzt unsere Arbeit an: Angelika, unsere Mitarbeiterin, fängt die Tiere mit Fangnetzen oder mithilfe von Fangboxen ein, bringt sie zum Tierarzt und entlässt sie nach dem vollständigen Aufwachen aus der Narkose bzw. am nächsten Tag wieder zurück an ihre alten Plätze. Um die bereits kastrierten Tiere zu markieren, wird ihnen während der Narkose ein kleines Stück der Ohrspitze entfernt. Viele ihrer Schützlinge füttert Angelika an ihren gewohnten Plätzen. Mit Hilfe von eingerichteten Futterstellen kann sie auf diese Weise lokale Populationen kontrollieren und „Neuankömmlinge“ möglichst schnell einfangen. Notfalltiere päppelt sie mit viel Mühe und Liebe bei sich zuhause auf, bis sie entweder entlassen oder mit viel Glück sogar in ein Zuhause vermittelt werden können.
Auch hier gilt leider: Nur sehr wenige Menschen in der Türkei nehmen so ein Tier bei sich zuhause auf – erst recht gilt das, wenn das Tier auch noch ein Handicap hat und ihm zum Beispiel ein Beinchen fehlt. Daher müssen wir auch hier das Übel an der Wurzel packen – nur wenn es gelingt, die Population langfristig zu senken, haben die verbleibenden Katzen und Kater eine reelle Chance auf ein würdiges Leben. Bitte spenden Sie! |